laufend
Das vorliegende Projekt soll anhand einer Verlaufsstudie mit drei Messzeitpunkten zeigen, wie wirksam die ambulante Rehabilitation durch die Versicherten wahrgenommen und bewertet wird. Ergänzend dazu werden sowohl Anfangs- und Abschlussdiagnoseberichte auf objektiv messbare Veränderungen untersucht sowie Interviews mit Behandelnden aus Rehabilitationseinrichtungen und Sachbearbeitenden des Rehamanagements der BGW geführt, um zu erheben, wie zielgenau eine Rehabilitation nach einer Covid-19-Erkrankung verordnet wird und wie sich der Zugang dazu gestaltet. Außerdem soll die Frage geklärt werden, ob sich ambulante Rehabilitationsmaßnahmen als alleinige Rehabilitation eignen oder eher als ergänzende Maßnahmen nach einer stationären Rehabilitationsmaßnahme zur Verstetigung des zuvor Erreichten genutzt werden sollten. So soll eine multiperspektivische Evaluation der bestehenden Angebote erfolgen, sodass Empfehlungen darüber abgegeben werden können, inwieweit die Maßnahmen besser an die Bedürfnisse der Versicherten angepasst werden könnten.
Es handelt sich um eine explorative retrospektive Querschnittsuntersuchung der Versicherten der BGW (N = 394), die bereits eine ambulante Rehabilitationsmaßnahme erhalten haben. Dazu wird eine postalische Paper-Pencil-Befragung zu u. a. akuten und langanhaltenden Symptomen, Krankheitserleben, Arbeitsfähigkeit, Gesundheitszustand, erhaltene Reha-Maßnahmen (stationär und ambulant) durchgeführt. Weiterhin geplant ist eine Längsschnittbefragung (drei Messzeitpunkte) von Versicherten der BGW, die bereits eine stationäre und/oder ambulante Rehabilitationsmaßnahme erhalten haben, um Prä-Post-Analysen bei den oben genannten Variablen durchzuführen. Ebenso erfolgen qualitative Fokusgruppen-Interviews mit Sachbearbeitung und Rehabilitationseinrichtungen.
Gesundheitswesen
Gefährdungsart(en):Arbeitsbedingte Erkrankungen
Schlagworte:Rehabilitation, Berufskrankheit, Evaluation
Weitere Schlagworte zum Projekt:Covid-19