AM-EAS-Anlagen - Reduzierung der EMF-Exposition

Projekt-Nr. IFA 5178

Status:

laufend

Zielsetzung:

Seit geraumer Zeit berät das IFA die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) intensiv in ihrem Vorhaben, die Expositionssituation an elektronischen Warensicherungssystemen (EAS) zu reduzieren. Trotzt nachhaltiger Gespräche mit den EAS-Herstellern und Betreibern verbesserte sich die Expositionssituation nur wenig. Daher möchte die BGHW in einem Projekt einen gesamtheitlichen Überblick über die aktuell eingesetzten Modelle erhalten und gezielt Untersuchungen an Deaktivatoren und Schleusen auf Basis von Simulationsberechnungen durchführen. Neben dem Ableiten von zielführenden Maßnahmen zur Reduktion der EMF-Exposition an akustomagnetischen (AM)-EAS-Anlagen sollen Parameter identifiziert werden, mit denen EAS-Anlagen in kritisch oder unkritisch klassifiziert werden können. Auf Grundlage dieser neuen Daten kann ggf. der aktuelle Vollzug der BGHW von zwei untersuchten AM-Deaktivatoren auf weitere Modelle belegbar

Aktivitäten/Methoden:

Um diese Thematik näher zu betrachten, hat die BGHW ein Projekt initiiert, bei dem die Gesamtprojektleitung bei der BGHW liegt und die Seibersdorf Labor GmbH sowie das IFA Kooperationspartner sind. Die Arbeitspakete für das IFA bilden die Grundlage für das hier vorgestellte IFA-Projekt.

Es ist geplant, zunächst Daten aus bereits bestehenden Forschungs- und Untersuchungsberichten zur Exposition an AM-EAS-Anlagen aufzunehmen. Diese Daten werden mit den Angaben aus einer Erhebung bei den Mitgliedsbetrieben der BGHW zu den eingesetzten EAS-Modellen ergänzt. Auf dieser Datenbasis werden dann die nächsten Schritte für das Projektvorhaben abgeleitet.

Deaktivatoren und EAS-Schleusen, die sehr häufig in der Praxis vertreten sind, werden auf ihre elektromagnetischen (EM) Emissionen näher untersucht. Diese EM-Expositionen werden gemäß den Anforderungen der EMFV für Beschäftigte mit und ohne Implantat bewertet. Hierzu sind umfangreiche Simulationsberechnungen eingeplant. In den Bereichen, wo sich auch Kunden aufhalten können, sollen die Simulationsergebnisse zusätzlich für den Bereich der Allgemeinbevölkerung gemäß den Anforderungen der EU-Ratsempfehlung (1999) ausgewertet werden.

Aus diesen Untersuchungen soll ein Verfahren zur einfachen Bewertung oder Klassifizierung der EM-Exposition an unterschiedlichen Typen von Deaktivatoren und Antennensystemen entwickelt werden. Zudem werden in einem nächsten Schritt mögliche Maßnahmen bestimmt und analysiert, die zur Reduktion der EMF-Exposition an AM-EAS-Anlagen führen. Die Projektergebnisse werden zusammengefasst und sollen nach Möglichkeit in eine Handlungsempfehlung einfließen.

Stand:

24.10.2024

Projekt

Projektdurchführung:
  • Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW)
  • Seibersdorf Labor GmbH
  • TECH Campus Seibersdorf
  • 2444 Seibersdorf
  • Austria
Branche(n):

Einzelhandel

Gefährdungsart(en):

Strahlung

Schlagworte:

Elektromagnetische Felder

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Elektromagnetische Felder, Elektronische Warensicherung, EAS, akustomagnetisches Verfahren, AM, Niederfrequenz, EMFV, TREMF, EU 1999

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