laufend
Ziel des Vorhabens ist es, den Einfluss genetischer Varianten der Enzyme CYP1A2 und CYP2A6 auf den Metabolismus niedrigchlorierter polychlorierter Biphenyle, insbesondere PCB 28, PCB 52 und PCB 101, zu untersuchen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob funktionell relevante Genpolymorphismen die Bildung toxikologisch bedeutsamer Hydroxy-PCB-Metaboliten, individuelle Eliminationskinetiken und das Risiko PCB-assoziierter Gesundheitseffekte beeinflussen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, genetisch besonders vulnerable Personen nach beruflicher PCB-Exposition besser zu identifizieren und die arbeitsmedizinische Prävention, Nachsorge und Risikobewertung zu verbessern.
Bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern der HELPcB-Kohorte werden archivierte Blutzellproben zur DNA-Gewinnung genutzt. Die Genotypisierung erfolgt mittels TaqMan® SNP- und CNV-Assays für funktionell relevante Varianten in CYP1A2 und CYP2A6, einschließlich Varianten mit reduzierter, erhöhter oder aufgehobener Enzymfunktion sowie Copy Number Variants. Die genetischen Profile werden anschließend mit vorhandenen und gegebenenfalls ergänzend erhobenen Daten zu OH-PCB-Metaboliten, PCB-Eliminationshalbwertszeiten und dokumentierten Erkrankungen, unter anderem Hautkrebs, depressiven Syndromen, psychischen Erkrankungen und Schilddrüsenerkrankungen, verknüpft. Die Auswertung erfolgt mit deskriptiven Analysen, Regressionsmodellen, gemischten Modellen sowie Analysen von Gen-Gen- und Gen-Umwelt-Interaktionen unter Berücksichtigung relevanter Kovariablen wie Alter, Geschlecht, BMI, Blutfettwerte und Rauchverhalten.
-branchenübergreifend-
Gefährdungsart(en):-Verschiedenes-
Schlagworte:Arbeitsmedizinische Vorsorge, Risikoabschätzung, Berufskrankheit
Weitere Schlagworte zum Projekt:Biphenyle, PCB